Der Schlaganfall

Ein „Herzinfarkt“ im Gehirn – also ein Schlaganfall – verursacht meist keine Schmerzen, sondern Lähmungen, Sehstörungen oder Sprachprobleme. Die Schwaben kennen einen Begriff, „Schlägle“, der viel aussagt was das ernsthafte Erkennen dieser Volkskrankheit anbelangt. Die Symptome werden sehr häufig auf die leichte Schulter genommen.

Über 250.000 Menschen erleiden in Deutschland jedes Jahr einen Schlaganfall. Fast jeder Zweite stirbt oder trägt eine dauerhafte Behinderung davon. Viele Menschen werden durch einen Schlaganfall dauerhaft pflegebedürftig.

Den Ablauf eines Schlaganfalls stellte sich die Wissenschaft bislang so vor: Ein Blutgefäß, das das Gehirn mit Sauerstoff und lebenswichtigen Nährstoffen versorgt, wird plötzlich von einem Blutgerinnsel verstopft. Es kommt zum Schlaganfall, das Gehirn nimmt Schaden. (weiter)

Viele Betroffene leiden danach an neurologischen Ausfällen, etwa an schweren Lähmungen oder Sprachstörungen.

Schlaganfälle sind schwere Schicksalsschläge, die das Leben von einem Moment zum anderen verändern – für die Betroffenen, aber auch für die Angehörigen. Deutschland ist bei der Versorgung von Schlaganfallpatienten im internationalen Vergleich mit führend. Trotzdem sind weitere Verbesserungen möglich und notwendig.

Typisch ist eine plötzliche, „blitz- oder schlagartiger“ Attacke. In einer solchen Situation sollten Betroffene oder Angehörige sofort den Notarzt rufen, um keine wertvolle Zeit zu vergeuden. Halbseitige Lähmung, Sprachstörungen, ein schiefer Mund oder Ausfälle des Sehvermögens

Den Ablauf eines Schlaganfalls stellte sich die Wissenschaft bislang so vor: Ein Blutgefäß, das das Gehirn mit Sauerstoff und lebenswichtigen Nährstoffen versorgt, wird plötzlich von einem Blutgerinnsel verstopft. Es kommt zum Schlaganfall, das Gehirn nimmt Schaden. Viele Betroffene leiden danach an neurologischen Ausfällen, etwa an schweren Lähmungen oder Sprachstörungen.

„Dieses Bild muss um eine weitere wichtige Komponente, nämlich das Immunsystem, ergänzt werden“, sagt Professor Christoph Kleinschnitz, Leiter der Schlaganfallmedizin an der Neurologischen Universitätsklinik Würzburg. Das hat er in einem Gemeinschaftsprojekt mit der Arbeitsgruppe von Professor Heinz Wiendl vom Universitätsklinikum Münster nachgewiesen.